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Max Ernst bei der Arbeit am Wandgemälde für die Corso-Bar Banner Moebius-Ausstellung Aussenansicht des Max Ernst Museums Kinderführung durch die Schausammlung im Wechsel Ansicht der Schausammlung im Wechsel Foyer des Max Ernst Museums Ein Kind schaut sich in der Schausammlung im Wechsel Bilder von Max Ernst an Aussenansicht des Fantasie Labors Ein Besucher in der Schausammlung im Wechsel vor einer Plastik von Max Ernst

Techniken


Techniken

Max Ernst war Maler, Zeichner, Bildhauer und Erfinder neuer Techniken für die Kunst. Bei seiner Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten war vor allem die Forderung des Surrealismus nach einer "Abkehr von der Herrschaft der Logik, ein Denk-Ditat ohne jede Vernunft-Kontrolle" richtungsweisend, durch die ein Spiel der Gedanken ähnlich dem von Träumen und Halluzinationen erreicht werden sollte.
Max Ernst gestaltete viele seiner Bilder durch die Frottage - so etwa seine Histoire Naturelle - indem er vielfältige Texturen von Materialien, wie zum Beispiel Holzbretter, Blätter und Stroh, auf einem Blatt Papier mit dem Bleistift durchrieb und als Ausgangspunkt für zahlreiche gegenständliche Assoziationen und Deutungen nutzte.
Für seinen Collageroman "Une semaine de bonté" verwendete er die Collage. Dafür zerschnitt er die Bilder alter Bücher und kombinierte die Fragmente zu neuen geheimnisvollen Welten.
Auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten, den unmittelbaren Farbauftrag zu vermeiden, entwickelte Max Ernst die Grattage. Bei dieser Technik wird eine Leinwand mit vielen Farbschichten bemalt und dann über einen groben Stoff oder andere Gegenstände gelegt. Mit einem Schaber wird die Farbe wieder abgekratzt, so dass ein Muster der untergelegten Objekte sichtbar wird.
Andere Bilder sind im Abklatsch- oder Decalcomanieverfahren entstanden. Dabei wird dünn aufgetragene Ölfarbe mit einer Glasscheibe oder einem Blatt Papier auf der Leinwand flachgedrückt. Beim Abheben entstehen durch zufällige Blasen und Verästelungen vielfältige Oberflächenstrukturen, die Max Ernst als Inspiration für die Formgewinnung verwendete und Landschaften, Figuren und Ungeheuer herausarbeitete.
Für seine Plastiken nutzte Max Ernst Alltagsgegenstände wie Eierkartons, Töpfe, Garnrollen und Drähte, verwendete sie als Gussformen und verwandelte ihre Bedeutung durch seine teils fantasievollen, teils humorvollen Neukombinationen.