Neo Rauch - para
28.10.2007 - 30.3.2008
Neo Rauch (*1960 Leipzig) zählt zu den international erfolgreichsten Künstlern seiner Generation. Das Max Ernst Museum zeigt als einzige Station nach dem Metropolitan Museum of Art in New York dreizehn eigens für diese Ausstellung geschaffenen Werke, die - exklusiv für Brühl - durch sechs weitere Leihgaben ergänzt wurden. Neben den meist großformatigen Gemälden sind darüber hinaus acht Lithografien zu "Der Mittler" von Botho Strauß zu sehen. Ob rauchenden Dandys, Männer in Jagdröcken oder Feuerwehrmänner bei der Arbeit - die Protagonisten auf den magisch leuchtenden Bildbühnen Neo Rauchs scheinen vergangenen Zeiten entsprungen zu sein. Oft sind sie in Erwartung einer Sache: die latente Gefahr oder das Aufbrechen des lange Zeit Unterdrückten sind als rätselhafte Präsenz des Unbehagens deutlich zu spüren. Der Betrachter mag dann dem Ausstellungstitel ent- sprechend Begriffe wie "paralysiert", "parallel" oder "paradox" assoziieren.
In diesem Sinn besteht mit der Ausstellung "Neo Rauch - para" die Möglichkeit, die Reichweite surrealistischer Positionen in einer zeitgenössischen Ausprägung zu verfolgen.
Ein begleitender Katalog (116 Seiten, 40 Farbabbildungen) ist im DuMont Verlag, Köln, erschienen und ist für 24,- Euro an der Museumskasse erhältlich.


